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Sind Sie bereit für die DSGVO?

Mittwoch, März 14, 2018 - 10:30

Am 25.05.2018 tritt das neue europäische Datenschutzrecht in Kraft. Im Zuge der Einführung der DSGVO (EU-Datenschutzgrundverordnung) wurde auch das Bundesdatenschutzgesetz reformiert. Mit der neuen Gesetzgebung wird man also zwei Gesetze beachten müssen. Betroffen sind alle Personen und Unternehmen, die personenbezogene Daten bearbeiten – und damit schlicht jeder Betrieb!

 

Dokumentation wird Pflicht

 

Aus den bisherigen 48 Paragrafen des Bundesdatenschutzgesetzes alter Fassung werden künftig 99 Artikel der DSGVO und weitere 85 Paragrafen des Bundesdatenschutzgesetzes neuer Fassung. Man kann sich darauf einstellen, dass es komplizierter wird!

 

Änderungen ergeben sich vor allem im Hinblick auf die Informationspflichten bei Datenerhebung, betriebliche Datenschutzbeauftragte, Auftragsdatenverarbeitungsverträge und die IT-Sicherheit. Zudem fordert die neu eingeführte „Rechenschaftspflicht“ ein Umdenken: Künftig sind Unternehmen verpflichtet, die Einhaltung und Erfüllung der datenschutzrechtlichen Vorschriften gegenüber der Aufsichtsbehörde nachzuweisen. Hierfür ist eine umfangreiche Dokumentation zu erstellen.

 

Bei Nichteinhaltung drohen hohe Bußgelder

 

Warum es sich lohnt, das Thema Datenschutz nicht auf die lange Bank zu schieben, zeigt sich an den mit der DSGVO neu eingeführten Sanktionen. Die Aufsichtsbehörden können Geldbußen von bis zu 20 Millionen Euro verhängen. Großunternehmen und Konzernen drohen sogar noch höhere Strafgelder: Auf bis zu 4 Prozent vom weltweiten Umsatz des Vorjahres können sie sich belaufen.

 

Auch wenn die hohen Bußgeldrahmen wohl nur in den seltensten Fällen ausgeschöpft werden, so können Strafzahlungen künftig allein schon dann fällig werden, wenn die „Rechenschaftspflicht“ nicht erfüllt wurde. Und sie können nicht nur das Unternehmen betreffen, sondern auch persönlich gegen die verantwortlichen Personen verhängt werden. Es ist damit zu rechnen, dass aufgrund der gestiegenen Sensibilität verstärkt Kontrollen durch die Aufsichtsbehörden erfolgen. Auch ein (anonymes) Anschwärzen durch unzufriedene Vertragspartner oder Mitarbeiter ist denkbar.

 

Hilfe bei der Umsetzung

 

Durch die Einführung der neuen Vorschriften findet eine Harmonisierung des Datenschutzrechts innerhalb der Mitgliedstaaten der Europäischen Union statt. Allerdings hat das nationale deutsche Datenschutzrecht bereits in der Vergangenheit die Messlatte hoch gelegt. Auf Unternehmen, die mit dem Datenschutz bisher schon sensibel umgegangen sind, kommen deshalb keine unlösbaren Aufgaben zu. Wichtig ist nur: Das Thema muss angepackt werden, denn die Konsequenzen bei Verstößen können gravierend sein.

 

Wir schulen und helfen bei der Umsetzung der DSGVO-Anforderungen. Fragen Sie uns:

Telefon 0821 7101030, E-Mail: info@hsk-arbeitsrecht.de